Blutgasse Buchtipp - Goth Chic der Inside Guide

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Goth Chic

Inside-Guide über die Schwarze Szene - Dieses Buch bietet einen Insiderblick in die faszinierende Schwarze Szene. Alle Facetten der Gothic Szene werden vorgestellt: Film, Horror-Comics, Fetisch-Clubs, Goth-Rock-Superstars und der Vampirkult. An diesem Buch kommen Gothic Fans nicht vorbei!

Goth Chic Inside Guide

Goth Chic Inside Guide

Gavin Baddeley

Gavin Baddeley wird zunehmend der Patron des Gothic-Journalismus. Goth Chic ist gut geschrieben, hoch informativ und derzeit die beste Einführung in die Gothic-Kultur und den Gothic Stil, die eine breite Zielgruppe ansprechen. Gut informierend und umfangreich, Goth Chic ist eine großartige Einführung in die Subkultur


Slam Multimedia: Book-Review: Goth Chic (Heel Verlag)

Dieses Buch ist für alle Kinder der Nacht gemacht und widmet sich so ziemlich allen Bereichen des Goths, die abgedeckt werden können

Alles wird behandelt. Ein Vorwort leitet ein, was Gothic eigentlich ist und dass es keine modische Erscheinung mit vorhersehbarem Ablaufdatum ist, wie z.B. die Emoszene, die momentan so ziemlich von allen kleinen Kindern abgenutzt wird, die meinen cool zu sein und es ja ach so schwer zu haben. Nach dem Vorwort geht es um die Geschichte dieses Lebensstils und der aktuellen Situation der Szene, weitere Kapitel handeln über Musik, Filme und Mode dieser wunderbaren Kultur und zum Abschluss wird die Sensibilität und Sinnlichkeit, die dem Goth zugrunde liegt, beschrieb

Das Design ist mit Liebe zum Detail geschaffen. Hochwertiges Hardcover und Papier machen es zu einer Art Lexikon und das schwarz-weiße Farbschema unterstreicht subtil, aber schön die Bedeutung des Buches. Auch diverse Fotos sind vorhanden, die die Illustration und die Schönheit der Szene präsentieren. Von den fast 300 Seiten, die immer wieder einen Blick wert sind, hat man lange etwas. Gavin Baddeley, der dieses Buch verfasste und welches in deutscher Übersetzung von Corinna Siebert vom Heel Verlag herausgebracht wurde, ist ein einzigartiges Werk, welches jeden anspricht, der diese Kultur liebt und schätzt, aber auch so geschrieben ist, dass es Menschen, die mehr über diesen Lebensstil erfahren wollen einen guten und fairen Einblick gibt


Kritik: Goth Chic - Der Inside-Guide über die schwarze Szene

Was ist eigentlich „Goth“? Mittlerweile sind die Gestalten, die meist bleich geschminkt und schwarz gekleidet einem anderen Jahrhundert entsprungen zu sein scheinen zwar zu einem fast schon gewohnten Bild in den Medien und auf der Straße geworden, aber die wenigsten wissen sie richtig einzuschätzen. Ist das ganze nur eine Modebewegung, die irgendwann wieder verfliegen oder aber ein Phänomen, das auch kommende Generationen noch beschäftigen wird?

In seinem Buch „Goth Chic – Der Inside Guide über die schwarze Szene“ versucht der englische Autor Gavin Baddeley eine Analyse und Definition der Bewegung, indem er nicht nur das was ist betrachtet, sondern vor allem den Wurzeln der heutigen schwarzen Szene nachgeht. Schon in seinem Vorwort stellt er fest, dass „Goth“ nicht leicht zu definieren ist, da bereits artverwandte Begriffe wie „Gothic“ je nach Fachbereich unterschiedliches bedeuten können. Letztendlich kommt er zu dem Schluss, dass es – wenn auch unter anderen Namen in jeder Generationen gegeben hat, die eine gewisse Gegenbewegung zum Konventionellen und Alltäglichen dargestellt hat. Seien es nun düstere Romanciers wie Lord Byron und Sheridan Le Fanu oder die Zwielichtwelt in Berlin und anderen Metropolen der Welt in den 1920ger Jahren. Immer wieder hat es Gegenkulturen zu den etablierten Gesellschaften gegeben, mag man sie nun Groteske, Gotik, Romantik, Dekadenz und nicht zuletzt Gothic nennen

Letztendlich kommt der Autor zu dem Schluss Gothic ist anspruchsvolle Barbarei. Er ist eine Leidenschaft für das Leben, die mit Symbolen des Todes ausgeschmückt wird. Er ist eine zynische Liebe zur Empfindung. Er ist eine Vermählung von Extremen wie Sex und Tod. ER benutzt die Dunkelheit zur Erleuchtung. Er glaubt, die Pflicht sei eitel und die Eitelkeit eine Pflicht. Er ist der Zwang, das Falsche aus den richtigen Gründen zu tun. Er ist eine sehnsüchtige Nostalgie für die schwarzen Tage einer Vergangenheit, die es niemals gab. Er leugnet die konventionelle Realität und legt sein Vertrauen in die Fantasie

Dann verfolgt er die unterschiedlichsten Aspekte des Gothic zurück zu ihren Wurzeln und zeigt immer wieder auf, welche Elemente der Vergangenheit sich bis heute erhalten haben oder zum Vorbild für neue Formen der Darstellung geworden sind

Erste Spuren finden sich im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert. Aufgewühlt durch die Revolutionen in Amerika und Frankreich erheben immer mehr Autoren die Stimme, die nicht gerade einen guten Ruf in der Gesellschaft haben, wie etwa der Marquis de Sade

Er und andere durchbrechen nicht nur in der Fantasie sondern auch im realen Leben die von Kirche und Obrigkeit auferlegten Konventionen und widmen sich den düsteren Aspekten des menschlichen Geistes, die gerade in den Wirren immer wieder deutlich zu Tage treten

Sie ebneten den Weg für die Schauerromantik, die unsterblichen Klassikern wie „Frankenstein – oder der moderne Prometheus“, „Carmilla der Vampir“ seinen Anfang nahm und in Bram Stokers „Dracula“ endete. Gavin Baddeley geht aber nicht nur auf diese Klassiker ein, sondern betrachtet in weiteren Kapiteln auch die Entwicklung des Genres, das man heute Horror oder dunkle Phantastik nennt und nicht wenig Einfluss auf die „Goths“ hat. Autoren wie H. P. Lovecraft werden ebenso wenig vergessen wie moderne Stars der Szene, man denke nur an Stephen King oder Clive Barker

Weiteren großen Einfluss hat auch der Film auf die schwarze Szene. Das bezieht sich nicht nur auf die großen Stummfilmklassiker und die der 1930ger Jahre, sondern auch auf Nachkriegsproduktionen bis hin zu Fernsehserien. So werden Klassiker wie „Nosferatu“, Stars wie Bela Lugosi und Boris Karloff neben Christopher Lee und Peter Cushing , nicht zuletzt aber auch Fernsehserien wie „Die Addams Family“ genannt. Immer wieder zeigt er Parallelen zu heutigen Fantasien, der Mode und dem Auftreten der Goths. Die Comics werden zwar auch erwähnt, aber nicht so weit ausgeführt, wie die beiden anderen Medien

Alles in allem weiß das Buch zu gefallen, da es nicht versucht, die Schwarze Szene einzugrenzen, sondern eher aufzeigt, wie vielfältig und wandelbar sie ist – und nicht nur eine Erscheinung der letzten zwanzig Jahre. Der Autor versucht deshalb auch nicht zu werten, sondern mit Beispielen und Beschreibungen dem Leser dabei zu helfen, sich einen eigenen Überblick über das was Goth ist, zu machen. Gerade wenn man schon etwas älter ist, kann man das ein oder andere bestätigen, weil man die Veränderungen selbst mitgemacht hat

Der Text ist unterhaltsam geschrieben und wird immer wieder mit entsprechenden Bildbeispielen aufgelockert, so dass er niemals langweilig wird. Alles in allem erhält man interessante Einblicke in die Wurzeln der Szene und kann die Elemente, die auch heute noch Bestand haben, leichter erkennen und zuordnen. Nur Goths selbst kommen leider nicht zu Wort und können ihr Selbstverständnis näher erläutern, so dass das Buch nicht ganz dem selbstgestellten Anspruch gerecht wird, ein „Inside-Guide“ zu sein


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Wiener Blutgasse Gothic Magazin - Präsentiert vom Engel der Nacht

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