Kinderlieder
Die dritte Fassung
Nun liebe Kinder gebt fein acht
ich bin die Stimme aus dem Kissen
ich hab euch etwas mitgebracht
hab es aus meiner Brust gerissen
Mit diesem Herz hab ich die Macht
die Augenlider zu erpressen
Ich singe bis der Tag erwacht
ein heller Schein am Firmament
MEIN HERZ BRENNT
Sie kommen zu euch in der Nacht
Dämonen, Geister, schwarze Feen
sie kriechen aus dem Kellerschacht
und werden unter euer Bettzeug sehen
Nun liebe Kinder gebt fein acht
ich bin die Stimme aus dem Kissen
ich hab euch etwas mitgebracht
ein heller Schein am Firmament
MEIN HERZ BRENNT
Sie kommen zu euch in der Nacht
und stehlen eure kleinen heißen Tränen
sie warten bis der Mond erwacht
und drücken sie in meine kalten Venen
Nun liebe Kinder gebt fein acht
ich bin die Stimme aus dem Kissen
ich singe bis der Tag erwacht
ein heller Schein am Firmament
MEIN HERZ BRENNT (Rammstein)
Die zweite Fassung
In dieser Fassung erfährt das Märchen eine Erweiterung und Umdeutung. Es ist nicht mehr die eigene Mutter,
auf deren Betreiben die Kinder im Wald ausgesetzt werden, sondern eine Stiefmutter. Nach dem Tod der Hexe finden
die Kinder zunächst nicht nach Hause, sondern geraten an ein Gewässer, das sie nicht überqueren können. Schließlich
schwimmt eine Ente herbei, die die Kinder über das Wasser trägt. Anschließend kommt ihnen die Gegend bekannt
vor, und die Kinder finden nach Hause. Ludwig Bechstein folgt in seinem „Deutschen Märchenbuch“ weitgehend
dieser zweiten Fassung der Brüder Grimm, erweitert aber die Handlung um einen dankbaren weißen Vogel, der die Krümel
aufgepickt hat und den Kindern nach dem Tod der Hexe den Weg nach Hause zeigt
Und jetzt das Kinderlied
Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald.
Es war so finster und auch so bitterkalt.
Sie kamen an ein Häuschen von Pfefferkuchen fein.
Wer mag der Herr wohl von diesem Häuschen sein?
Hänsel war hungrig, stibitzt ein Stück vom Dach.
Und auch die Gretel macht es dem Bruder nach.
Es schmeckte gar so lecker, sie aßen immer mehr.
Plötzlich da knackt es und sie erschraken sehr
Huhu, da schaut eine alte Hexe raus.
Sie lockt die Kinder ins Pfefferkuchenhaus.
Sie stellte sich gar freundlich, o Hänsel, welche Not,
sie will dich braten, im Ofen braun wie Brot
Du alte Hexe, du bist ein böses Weib.
Frisst kleine Kinder nur so zum Zeitvertreib.
Wir stellen dir ne Falle dann ist’s mit dir vorbei.
Das ist die Strafe für Kinderbraterei
Doch als die Hexe zum Ofen schaut hinein,
ward sie gestoßen von unserm Gretelein.
Die Hexe musste braten, die Kinder geh'n nach Haus'.
Nun ist das Märchen von Hans und Gretel aus
Die erste Fassung
der Wind - der Wind - das himmlische Kind
Hänsel und Gretel - erster Tag
Hänsel und Gretel sind die Kinder eines armen Holzfällers, der mit seiner Frau im Wald lebt. Als die Not zu
groß wird, überredet sie ihren Mann, die beiden Kinder nach der Arbeit im Wald zurück zu lassen. Der Holzfäller
führt die beiden am nächsten Tag in den Wald. Doch Hänsel hat die Eltern belauscht und legt eine Spur aus
kleinen weißen Steinen, anhand derer die Kinder zurückfinden. So kommt es, dass der Plan der Mutter scheitert
Hänsel und Gretel - zweiter Tag
Doch der zweite Versuch gelingt: Dieses Mal haben Hänsel und Gretel nur eine Scheibe Brot mit, die Hänsel
zerbröckelt, um eine Spur zu legen. Diese wird jedoch von Vögeln gefressen. Dadurch finden die Kinder nicht mehr
nach Hause und verirren sich
Hänsel und Gretel - dritter Tag
Am dritten Tag finden die beiden ein Häuschen, das ganz aus Brot, Kuchen und Zucker hergestellt ist. Zunächst
brechen sie Teile des Hauses ab, um ihren Hunger zu stillen. In diesem Haus lebt jedoch eine Hexe, die ähnlich
wie die Baba Jaga eine Menschenfresserin ist. Sie ruft: "Knuper, knuper, kneischen, wer knupert an meinem Häuschen"
( In Ludwig Bechsteins Deutschem Märchenbuch lautet der Text, abweichend von den Brüdern Grimm: "Knusper,
knusper, kneischen! Wer knuspert mir am Häuschen?")
Die Antwort der Kinder dagegen ist bei Bechstein und in der erweiterten Fassung der Brüder Grimm identisch:
Der Wind, der Wind, das himmlische Kind
Die Hexe lässt sich nicht täuschen, fängt die beiden, macht Gretel zur Dienstmagd und mästet Hänsel in
einem Käfig, um ihn später aufzuessen. Hänsel wendet jedoch eine List an: Um zu überprüfen, ob der Junge
schon dick genug ist, befühlt die halbblinde Hexe jeden Tag seinen Finger. Hänsel streckt ihr nun jedes Mal
einen kleinen Knochen entgegen, weil er Angst vor dem Tod hat. Als sie erkennt, dass der Junge anscheinend nicht
fett wird, und sie die Geduld verliert, will sie ihn dann doch braten. Die Hexe bittet Gretel, in den Ofen zu
gucken, ob dieser schon heiß sei. Aber Gretel behauptet, dass sie zu klein sei, um in den Ofen zu schauen.
Deshalb muss die Hexe selbst nachsehen. Als sie den Ofen öffnet, schiebt Gretel die böse Hexe in den Ofen
Nun leben sie glücklich
Die Kinder nehmen Schätze aus dem Hexenhaus mit und finden den Weg zurück zum Vater. Die Mutter ist
inzwischen gestorben. Nun leben sie glücklich und leiden keinen Hunger mehr
Die Spieluhr
Ein kleiner Mensch stirbt nur zum Schein
wollte ganz alleine sein
Das kleine Herz stand still für Stunden
So hat man es für Tod befunden
Es wird verscharrt in nassem Sand
Mit einer Spieluhr in der Hand
Der erste Schnee das Grab bedeckt
Hat ganz sanft das Kind geweckt
In einer kalten Winternacht
Ist das kleine Herz erwacht
Als der Frost ins Kind geflogen
Hat es die Spieluhr aufgezogen
Eine Melodie im Wind
Und aus der Erde singt das Kind
Hoppe Hoppe Reiter
Und kein Engel steigt herab
Mein Herz schlägt nicht mehr weiter
Nur der Regen weint am Grab
Hoppe Hoppe Reiter
Eine Melodie im Wind
Mein Herz schlägt nicht mehr weiter
Und aus der Erde singt das Kind
Der kalte Mond in voller Pracht
Hört die Schreie in der Nacht
Und kein Engel steigt herab
Nur der Regen weint am Grab
Zwischen harten Eichendielen
wird es mit der Spieluhr spielen
Eine Melodie im Wind
Und aus der Erde singt das Kind
Hoppe Hoppe Reiter
Und kein Engel steigt herab
Mein Herz schlägt nicht mehr weiter
Nur der Regen weint am Grab
Hoppe Hoppe Reiter
Eine Melodie im Wind
Mein Herz schlägt nicht mehr weiter
Und aus der Erde singt das Kind
Am Totensonntag hörten sie
Aus Gottes Acker diese Melodie
Da haben sie es ausgebettet
Das kleine Herz im Kind gerettet
Hoppe Hoppe Reiter
Eine Melodie im Wind
Mein Herz schlägt nicht mehr weiter
Und auf der Erde singt das Kind
Hoppe Hoppe Reiter
Und kein Engel steigt herab
Mein Herz schlägt nicht mehr weiter
Nur der regen weint am Grab
Wiener Blutgasse Gothic Magazin - Präsentiert vom Engel der Nacht
